Ausstellung ab 5.2.

Wenn Wörter zu Bildern werden

Neue Wege im Ausdruck zu finden ist das Ziel eines jeden unruhigen Künstlers. Aus diesem Ansatz heraus entstand 1905 in Dresden die Künstlergruppe „Brücke“, die von den vier Architekturstudenten Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff gegründet wurde. Die „Brücke“ hatte auf die Entwicklung der klassischen Moderne entscheidenden Einfluss, ihr Stil ging als Expressionismus in die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts ein.

Die Brücke-Maler beschäftigten sich auch intensiv mit literarischen Themen und schufen ein Gesamtkunstwerk, in dem Wort und Bild einen intensiven Dialog eingingen. Die Stiftung Moritzburg widmet sich in ihrer neuen Ausstellung „Wort wird Bild“ nun dem literarischen Interesse der jungen Künstler. Herwarth Waldens Zeitschrift „Sturm“ und Franz Pfemferts „Aktion“, aber auch Illustrationen wie Kirchners Lithografien zum Drama „Sakuntala“ des indischen Dichters Kalisada oder Heckels Holzschnitte zu Oscar Wildes „Die Ballade vom Zuchthaus von Reading“ veranschaulichen die Umsetzung von Texten in Bildsprache. Die Sammlung Hermann Gerlinger bietet für diese Ausstellung einen ausgezeichneten Fundus, der durch bedeutende Leihgaben ergänzt wird.


ab 5. Februar, Stiftung Moritzburg, www.stiftung-moritzburg.de

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