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Viele Fragen und wenig Antworten |
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Donnerstag, 29 März 2007 |
Auf der Website www.abgeordnetenwatch.de zeigen sich hallesche Volksvertreter nicht unbedingt von ihrer besten Seite
Von Janine Bornemann
140 000 Hallenser haben bei der Bundestagswahl 2005 ihre Stimme abgegeben. Doch wer von denen weiß, wie er von den vier aus dem Wahlkreis Halle stammenden Abgeordneten vertreten wird? Im Internet gibt es eine Seite, die es dem Wähler ermöglichen soll, sich über die politische Arbeit zu informieren und Kontakt mit den Volksvertretern aufzunehmen. Auf www.abgeordnetenwatch.de existiert von jedem der 614 Bundestagsabgeordneten ein Profi l, das persönliche Informationen wie Alter, Beruf und ein Foto enthält.
Interessanter ist, dass sich die Wähler über das Abstimmungsverhalten der Abgeordneten informieren können. Ob Gesundheitsreform oder Tornado-Einsatz – die Entscheidung jedes einzelnen Politikers wird öffentlich gemacht. Um politisch auf dem neuesten Stand zu sein, gibt es eine Übersicht über vergangene und künftige Bundestagssitzungen inklusive Abstimmungen und kurzen Beschreibungen. Außerdem, jetzt wird es richtig interessant, besteht die Möglichkeit, den Abgeordneten Fragen zu stellen, die auf deren Seiten veröffentlicht werden. Einige Politiker reagieren regelmäßig, andere interessiert das scheinbar kaum. Die Aktivität der vier halleschen Volksvertreter ist verhalten. Die einzige, die bisher überhaupt auf Fragen reagierte, ist Cornelia Pieper (FDP). Christoph Bergner (CDU), Christel Riemann-Hanewinckel (SPD) und Petra Sitte (Die Linke) ignorierten die bisher gestellten Fragen konsequent.
Die Website versucht, Politik transparenter zu machen. Die Bürger können nachsehen, ob sich Abgeordnete wirklich dafür einsetzen, was sie im Wahlkampf versprochen haben. Bei den Fragen sollten Nutzer Geduld mitbringen, denn auf eine Testfrage zum Thema Bildung antwortete innerhalb von fünf Tagen keiner der halleschen Berufspolitiker. Ob überhaupt noch reagiert wird, ist aufgrund des mangelnden Engagements in der Vergangenheit zu bezweifeln.

www.abgeordnetenwatch.de
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