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Slash im Schredder
ImageVideofilm-Künstler veralbern das Rock-Establishment - Gleichlauf von Bild und Ton verblüffend

Im Internet kursieren bereits Klassiker der modernen Videokunst - erinnert euch nur an Rambo, den besten Koch der Welt von „Elsterglanz“. Ein neuer Trend könnte durch „shred“ (engl.: schreddern) entstehen. Dabei nehmen Videokünstler vornehmlich Rockbands und Gitarrenhelden aufs Korn und verpassen diversen Musikclips eine neue Tonspur. Mittels dieser wird das ehemals mehr oder weniger grandiose Stück Rockgeschichte auf „entsetzliche“ Art entstellt. Gesang und Instrumente werden auf die Evolutionsstufe von Schülerbands herabgestuft - und die Pose gerät damit zur Peinlichkeit.

So erlebt ihr beispielsweise die Wandlung der Band „Kiss“ vom Blut spuckenden Heavy-Metal-Monster zu einer lustig tirilierenden Folk-Band, die Horror-Masken von „Slipknot“ beim Gesang einer Ballade im Ringeltanz oder Ozzy Osbournes debiles Dauerklatschen auf der Bühne im Unplugged-Format. Das Erstaunliche an den Videos ist die Präzision der neuen Tonspur. Die Produzenten der Filmchen achten peinlichst genau auf den Gleichlauf von Bild und Ton. Das hat zur Folge, dass mancher Zuschauer sogar glaubt, was er sieht. Ein Geheimtipp ist der „John-Williams-Shred“, denn es gab nie eine fürchterlichere Aufführung des Sonnenaufgangs aus Richard Strauss’ „Also sprach Zarathustra“. Aber im Grunde sind diese Videos nicht schlimm, sondern zum Brüllen komisch! (mik)

www.electronic-arts.de , konami-europe.com

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