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 | | Norbert Golluch: Das Handyhasserbuch, Eichborn Verlag, Frankfurt 2005, 7,95 Euro | "Das Handyhasserbuch" wendet sich gegen den Multifunktionsunsinn vieler Geräte
Von Steffen Drenkelfuss
Eine These könnte lauten: Man kann direkt vom Handyklingelton auf den Handybesitzer schließen. Besoffene Elche, bekloppte Frösche, bescheuerte Sammeltassen – nichts ist zu dämlich, um mit Midi-Klängen oder gar polyphonen Gebimmel einen Anruf zu signalisieren.
Welches Nervpotenzial die kleinen, seuchenartig verbreiteten Funktelefone sonst noch so haben, hat der bekennende Handyfeind Norbert Golluch nun zwischen zwei Buchdeckeln zusammengefasst. Dank des „Handyhasserbuchs“ können nun Brüder und Schwestern im Geiste ihren Gefühlen freien Lauf lassen und sich an herrlich bösen Witzeleien über Klingeltöne, Frauenhandys und den Multifunktionsunsinn vieler Geräte ergötzen. Warum diese kabellosen Telefone mit viel zu kleinen Tasten auch Fotos machen, Ballerspiele bieten, Musik abspielen und auch noch das Internet laden können müssen, ist dem Buchautor schlicht ein Rätsel. Aber es gibt auch andere Details, die Golluch, selbst Handybesitzer, nerven. „Der Datenschutz. Jeder ist per Handy doch total überwacht.“ Aber auch psychologische Gründe will der 56-jährige Publizist erkennen: „Das Handy an sich ist auch ein typisch männliches Problem, weil Männer immer ein Spielzeug brauchen und auf technische Sachen unheimlich abfahren“.Aha.
Aber im Lästern über die Auswüchse mobiler Funkkommunikation erschöpft sich Golluchs Handyhasserbuch nicht. „Es soll eher ein unterhaltsames Benimmbuch sein. Ein Handy-Knigge eben“, meint denn auch der Autor, der bekannt dafür ist, auch in anderer Hinsicht aus seinem Herzen keine Mördergrube zu machen. Freien Lauf ließ er seinen Gefühlen schon mit Werken wie „Das Katzenhasserbuch“ oder „Das fröhliche Kinderhasserbuch.“
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